Salzburger Festspiele

Datum Festival Ort Tickets
21.07. – 30.08.2017 Salzburger Festspiele Hofstallgasse 1
5020 Salzburg
Tickets

Die Salzburger Festspiele finden in diesem Jahr vom 21.07. bis zum 30.08.2017 statt. Die Festspiele in Salzburg sind nicht nur das berühmteste kulturelle Ereignis Österreichs, sondern auch eines der bedeutendsten Festivals im Bereich der Musik und Darstellenden Kunst weltweit. Jährlich zieht das in die drei Sparten Oper, Konzert und Schauspiel gegliederte Event mit seinen über 200 Veranstaltungen ca. 250.000 Besucher nach Salzburg.

Programm

Das Programm des Festivals bietet auch 2017 jedem Freund der Darstellenden Künste die passende Inszenierung, da abwechselnd Stücke aus der Oper, dem Theater oder Konzerte aufgeführt werden. Traditionell wird auf dem Domplatz als Eröffnungsschauspiel der Jedermann in der Fassung von Hofmannsthal dargeboten, doch auch hier darf man einige Neuheiten erwarten. Auch kleine Operngänger sind nicht unwillkommen; die Salzburger Festspiele bieten sowohl leicht verständliche Einführungen als auch kindgerechte Opernaufführungen, beispielsweise Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“. Zudem haben Kinder und Jugendliche in den sogenannten „Operncamps“ die Möglichkeit, klassische Stoffe selbst zu interpretieren und aufzuführen.

Das komplette Programm ist hier ersichtlich, der gesamte Spielplan kann außerdem als PDF heruntergeladen werden.

Tickets

Viele der Veranstaltungen der Salzburger Festspiele sind jährlich schnell ausverkauft. Karten können offiziell über die Webseite der Salzburger Festspiele gekauft oder über Partnerwebseiten erstanden werden. Hier eine Liste an Webseiten, wo sie Tickets für die Festspiele erwerben können:

Der Salzburger Festspielball

Einen krönenden Abschluss findet das Festival mit dem vor einigen Jahren ins Leben gerufenen beliebten Festspielball, der die Besucher tanzend aus den Festspiel-Ereignissen der letzten Wochen hinausgeleitet.

Veranstaltungsorte

Dank der künstlerischen Eckpfeiler und dem erfolgreichen Konzept der Gründerväter Hofmannsthal und Reinhardt, konnten die 5-6 wöchigen Festspiele zum Mekka der Freunde theatraler und musikalischer Kunst anwachsen. Was damals im Kleinen begann, hat sich bis heute auf etwa 20 Spielstätten ausgedehnt, darunter viele unter freiem Himmel, wie der Domplatz und der Residenzhof. Im Laufe der Jahre wurden insgesamt drei Festspielhäuser eigens für das allsommerliche Event erbaut, aber auch historische Stätten, wie die Universitätsaula und einige Barockkirchen werden bespielt.

Jobs und Arbeit rund um die Salzburger Festspiele

Um ein Kulturereignis dieser Größenordnung zu realisieren, bedarf es jährlich zahlloser Mitarbeiter und helfender Hände: Von Bühnentechnikern, Beleuchtern, Handwerkern bis hin zu den Servicekräften, die meist noch kurz vor Beginn dringend gesucht werden: in der Saison arbeiten hier etwa 6.000 Menschen.

Geschichtlicher Hintergrund zu den Salzburger Festspielen

Zwar wird die Geburtsstunde der Festspiele auf das Jahr 1920 datiert, doch haben Musik und Theater in der „Mozart-Stadt“ eine langjährige Tradition und waren schon bedeutend länger fest im Salzburger Kulturleben verankert. Hierbei reichte die Spanne von den mittelalterlichen Mysterien-und Passionsspielen über die populäre höfische Theaterkultur, die zur Repräsentation der fürstlichen Macht diente, bis hin zum bürgerlichen Theaterspiel.

Bereits seit der Mozart-Zeit existierte die Grundidee regelmäßiger Musikfeste nach dem Vorbild Bayreuths, die schließlich zu Entstehung der Salzburger Festspiele in ihrer heutigen Form verhelfen sollte. Angedacht war eine Veranstaltung, die sowohl Bezug zum reichhaltigen Brauchtum des Landes, zu Mozarts Genius selber als auch zum barocken Flair der Stadt herstellen sollte.
Knapp 200 Jahre später, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, begann sich diese Idee nach den Wirren des Ersten Weltkriegs zu manifestieren, wurde sogar noch vielschichtiger: die geplanten Salzburger Festspiele sollten nun vielmehr der österreichischen Nation dabei helfen, eine neue Identität zu schaffen, und gleichzeitig ein Ort der friedlichen Zusammenkunft für die entzweiten und verfeindeten Völker sein. Auf jener pazifistischen Basis sollte ein „gesamteuropäisches Projekt“ entstehen, das in seiner Umsetzung prominente Unterstützung erfuhr.

Jedermann & Hugo von Hofmannsthal

Hugo von Hofmannsthal, der 1919 einen ersten Entwurf für ein mögliches Festspiel-Programm entwickelte und publizierte, wird heute ebenso als entscheidender Wegbereiter für die Salzburger Festspiele gefeiert, wie auch Max Reinhardt, damals Schauspieler am Salzburger Stadttheater. Dessen Inszenierung des Jedermann, ursprünglich ein mittelalterliches Mysterienspiel, in einer Neufassung von Hofmannsthal, aufgeführt am 22. August 1920, läutete offiziell den Beginn der Festspiel-Ära in Salzburg ein. Das Stück um den wohlhabenden Jedermann, der auf dem Höhepunkt seines Erfolges vom Tod heimgesucht wird, ist bis heute fester Bestandteil des Festival-Repertoires und wird jährlich aufgeführt. In Ermangelung einer Spielstätte ließ Reinhardt seine Inszenierung auf dem Salzburger Domplatz aufführen; auch das hat bis heute Tradition. Auf der Grundlage dieser Aufführung etablierten sich neben dem Schauspiel auch die Sparten Oper und Konzert-das für die Salzburger Festspiele charakteristische Trias entstand.

Die Schauspiel-Kunst bei den Salzburger Festspielen

Im Schauspiel legte man sich, gemäß der Grundidee Reinhardts und Hofmannsthals, musikalische und theatrale Kunst auf höchstem Niveau zu bieten, vorerst auf bewährte Tragödien der Antike und neuzeitliche Dramen aus Renaissance, Barock und Weimarer Klassik fest. Neben Molière und Kleist haben vor allem Shakespeares Dramen, insbesondere der Sommernachtstraum, einen ähnlich traditionellen Stellenwert, wie der Jedermann. Erst seit den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wagt man sich auch an einige Uraufführungen.

Die Oper

Eine Sonderposition gegenüber dem Schauspiel nimmt die Oper ein, die noch lange Zeit, über die Landesgrenzen hinaus, als vorbildhaft und stilprägend galt. Sämtliche bedeutende Opernkünstler haben im Laufe ihrer Karriere einmal in Salzburg Station gemacht, vom Sänger und Regisseur bis hin zum Bühnenbildner. Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Festspiele auf Opern von Strauss und Mozart; so war die erste, im Rahmen des Salzburger Festivals aufgeführte Oper im Jahre 1922, Mozarts Don Giovanni.

Konzerte bei den Festspielen

Abschließend komplettiert bereits seit 1921 das Konzert das Trias der Salzburger Festspiele, das ebenfalls mit Qualität beeindruckt. Hier gastieren regelmäßig die besten Orchester Europas, Süd-und Nordamerikas, wie beispielsweise die Berliner Philharmoniker oder das New York Philharmonic Orchestra. Doch nicht nur klassische, auch zeitgenössische Musik gehört zum Programm.

Quellen und weitere Informationen: